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20 Feb

Website Relaunch

Website Relaunch: Neustart ohne Stolpersteine

Starre Websites gehen im Meer der Informationsflut unter. Das weltweite Netz ist schnelllebig und ungemein innovativ, in immer kürzen Rhythmen ändern sich Nutzerverhalten und Nutzerinteressen. War das Smartphone noch vor wenigen Jahren ein Exot beim Surfen im Netz, dominiert es heute bei vielen Suchanfragen. Während Tablets an Bedeutung gewinnen, verlieren Desktop-PCs und sogar Notebooks Marktanteile.

Viele Firmen vergessen das, lassen ihre Internetseiten oft jahrelang unverändert, bringen sich damit um gute Geschäfte und verlieren im schlimmsten Fall Kunden. Denn eine kurze Kreativpause reicht, und die Webseite wirkt wie aus einer anderen Epoche. Nur Webangebote, die sich unentwegt neu erfinden, haben eine Chance, im Wettbewerb um die Gunst der User mitzuhalten.

Effektivstes Mittel bildet der Relaunch einer Website. Er bedeutet im Idealfall nicht nur ein neues Design sondern eine völlig neue Strategie. Die Neugestaltung will gut vorbereitet sein, am besten mit einem engagierten Team und angestrengtem Brainstorming, um möglichst viele gute Ideen in den Prozess einfließen zu lassen. Am Ende dauert der Website Relaunch immer länger als ursprünglich gedacht. Er kostet mehr Nerven (und manchmal auch Geld) als vorgesehen. Und das Ergebnis sieht oft anders aus als erwartet.

Doch der Einsatz lohnt sich. Ein runderneuerter Internetauftritt ist die beste PR, um dem eigenen Unternehmen einen fortschrittlichen Anstrich zu verleihen. Wir haben die sieben wichtigsten Punkte zusammengefasst, die beim Relaunch einer Website zu beachten sind.

Das Konzept: Wohin geht die Reise?

Jedem Relaunch muss die Frage vorausgehen, was mit der Generalüberholung erreicht werden soll. Die behutsame und gut durchdachte Erstellung eines Konzepts ist unabdingbar, möglichst mit Wegmarken und Zeitplan. Welche Kundenwünsche sollen berücksichtigt werden? Welche Kapazitäten hat die Online-Redaktion? Welche Technologie und Software kommen zum Einsatz? Wie viel Geld steht für Design und Grafikstudio bereit? Von solchen grundsätzlichen Überlegungen hängt das weitere Vorgehen ab.

Blick über den Tellerrand: Was macht der Wettbewerb?

Natürlich soll die neue Webseite kein Abklatsch der Konkurrenz sein. Doch Anregungen und Ideen bei den Wettbewerbern zu holen, kann kein Fehler sein. Offensichtliche Schwächen ähnlicher Onlineangebote können dadurch vermieden werden. Die Vorteile und Pluspunkte hingegen darf das Relaunch-Team ruhig adaptieren. Außerdem hilft die Konkurrenzanalyse dabei, die eigenen Stärken besser herauszustellen und sich einzigartig zu positionieren.

Der unbekannte Fremde: Wen wollen wir erreichen?

Diese Frage hat jedes Unternehmen eigentlich per se schon für sich beantwortet. Die Zielgruppe ist in der Regel klar umrissen. Für die Website kann diese Definition aber durchaus noch einmal zur Diskussion gestellt und konkretisiert werden. Denn der User des Onlineangebots hat eventuell noch mehr oder andere Interessen und Wünsche. Auch die technischen Fähigkeiten des potenziellen Lesers sollten klar sein, um die Architektur der Seite entsprechend anzupassen.

Einfache Navigation durch die Seiten: Wie erreiche ich Benutzerfreundlichkeit?

In unserer kurzlebigen Zeit ist die Usability einer Website von entscheidender Bedeutung. Wer sich auf einem Portal nicht wohlfühlt, lange suchen muss oder wenig nützliche Funktion findet, ist schnell wieder weg und im schlimmsten Fall bei der Konkurrenz. Darum müssen Webseiten leicht verständlich und intuitiv zu bedienen sein. Dazu gehören auch leistungsfähige Suchfunktionen und eine übersichtliche Navigation. Benutzerfreundlichkeit wird erreicht durch eindeutige Seitentitel, Überschriften und gegliederte Texte. So banale Sachen wie eine ausreichende Schriftgröße, ordentliche Zeilenabstände oder ein angenehmer Kontrast zwischen Text und Hintergrund erhöhen die Lesbarkeit.

Sein oder Nichtsein: Welches Design wähle ich aus?

Die Webseite muss sich natürlich am Corporate Design des Unternehmens orientieren. Logos, Farbgebungen, Schriften und typische Wiedererkennungsmerkmale einer Marke sollten sich auch im Internetangebot wiederfinden. Dennoch hat die Website eine ganz andere Struktur und Funktion als ein Kundenkatalog. Online kommen also neue Elemente hinzu wie Buttons, Sidebars oder Footer. Beim Layout muss der Kunde klar die Interaktionsmöglichkeiten für sich erkennen und den Markenkern des Unternehmen.

Eine Website steht und fällt mit hochwertigem Content: Wozu brauche ich Inhalte?

Der Erfolg eines Internetportals hängt von ihren Inhalten ab. Das mag eine Binsenweisheit sein, doch viele Webadministratoren scheinen davon noch nichts gehört zu haben. Eine erfolgreiche Seite bietet ihren Nutzern abwechslungsreiche, spannende Lektüre, die immer aktuell gehalten wird und stilistisch gut geschrieben ist. Das erhöht die Kundenbindung, ist aber auch wichtig für die Sichtbarkeit bei Google. Inhalte können heute auch extern eingekauft werden, bei speziellen Content Marketing Agenturen.

Der heiße Start: Muss ich den Ernstfall proben?

Nichts ist peinlicher als der großangekündigte Relaunch einer Website, die dann beim heißen Start vor Fehlern und Bugs wimmelt. Deshalb muss das runderneuerte Portal vor dem Launch auf Herz und Nieren geprüft werden. Am besten mit den eigenen Mitarbeitern sowie mit echten Usern und Kunden. Der Prozess steckt voller Tücken und Finessen. Wer aber wichtige Aspekte berücksichtigt, wird mit einer besseren Kundenbindung, mehr Traffic und höherer Conversions auf seinen Internetseiten belohnt.

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